Schluss mit Littering - Nehmen Sie Ihren Abfall mit nach Hause und entsorgen sie ihn dort fachgerecht!

Darum geht die Debatte


Zunehmend ist unser Umfeld mit Littering verunstaltet, sei dies nun entlang von Hauptstrassen durch aus dem Auto geworfenem Abfall, sei es in Bus, Trams, Zügen durch herumliegende Zeitungen und Alu-Dosen, sei es auf öffentlichen Plätzen und Parkanlagen. Die Littering Problematik entwickelt sich unaufenthaltsam und unheimlich heimlich zu einem immer hässlicheren Spiegelbild unserer Wegwerfgesellschaft. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden und beeinträchtigt unsere Lebensqualität und Lebensfreude entscheidend. Bestrebungen, Littering einzudämmen, beschränken sich bis anhin auf die Zurverfügungstellung von Abfalleimern, die gerade von Litteringfreaks als Beleidigung empfunden werden. Dies muss sich ändern! Schweizweit muss flächendeckend vom BUWAL eine Plakatkampagne für mehr Selbstverantwortung gestartet werden mit dem Inhalt: "Nehmen Sie Ihren Abfall mit nach Hause und entsorgen Sie ihn dort fachgerecht". Firmen wie beispielsweise Red Bull, die mit ihren Getränkedosen, die überall herumliegen, überdurchschnittlich zum exzessiven Littering beitragen, müssen verpflichtet werden, diese Werbekampagnen zu finanzieren und ihren Kunden durch eigene pfiffige Werbekampagnen eine entsprechende Verhaltensänderung schmackhaft zu machen.
Ob wir aus Gedankenlosigkeit, aus Frust, aus Nichtwissen, aus Resignation zum zunehmenden Litterung beitragen: So übernehmen wir wieder Verantwortung für unser unmittelbares Lebensumfeld und das macht Freude. www.umfeldschutz.ch

Debatte http://umfeldschutz.politnetz.ch
Geschrieben 28. Februar 16:43, Christine Gross
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Wenn im Kanton Bern in der zeit von mehr als 4 Jahren lediglich Bussen für ca. 16'000 Franken erteilt wurden, bedeutet das, man unternimmt nichts gegen die Abfallflut. Nun sind wollen wir dem Problem anders begegnen. Meine Motion wurde im Januar vom Grossen Rat angenommen. somit sind nun die Gemeinden gefordert, sich nach kreativen Mitteln umzusehen. Denn, welche Gemeinde möchte denn nicht einen Award, den Clean-Awart. zu gut Deutsch "Ghüderpreis". Vielleicht bringt das den Kanton Bern zurück zu mehr Sauberkeit. Was meint ihr?
Christoph Grimm - Grossrat Bern, Grüne 12. März 2010 Verstoss melden
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Mir wurde Leben geschenkt. Zum Leben verbrauche ich Ressourcen der Erde, welche nicht erneuerbar sind. Was ich heute mache, kann wichtig sein. Global und auf das Alter der Erde ist jedoch mein Leben Teil der Geschichte unseres Planeten.
Mein Handeln als Individuum mag im Einzelfall kaum stören. Wenn sich jedoch in die Gesellschaft eine Unart wie Littering einschleicht, dann entsteht eine Störung, der mit grossem finanziellen Einsatz und Willensbekundungen begegnet wird, um der Vermüllung zu entkommen.

Wertevermittlung gelingt im Kindesalter einfacher als bei Erwachsenen!
Erwachsene brauchen Urerlebnisse, die das Handeln beeinflussen und im richtigen Moment einen Reflex auslösen - ok, ich werfe meinen Schrott in den nächsten Kehrichteimer!
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Studien zeigen, dass Littering markant zunimmt wenn einer erst damit angefangen hat.

Es gibt eine einfache und effektive Lösung, welche aber mit Initialaufwand verbunden ist: Aufräumen und zwar immer gleich sofort! Gefragt ist beispielsweise die SBB. An neu gebauten Bahnhöfen werden Graffitis und Vandalen wochenlang geduldet. Bei älteren Unterführungen macht sich niemand mehr die Mühe obszöne Schmierereien zu entfernen. Dies induziert Littering regelrecht.

Auch interessant ist, dass Graffitis und Littering zu mehr Kriminalität führen kann. http://www.newscientist.com/article/mg20026845.400-graffiti-and-litter-lead-to-more-street-crime.html
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Wie kommen Sie zu dieser Meinung David H? Was für Massnahmen braucht es dann?
Ich denke, nur Warten auf mehr Zivilcourage und dass Eltern diesen Grundwert des Sauberkeits- und Ordnungsbewusstseins wieder mehr vermitteln reicht nicht...
Philipp Schärf - Mitglied GLP Energiegruppe Kt. Bern, GLP 26. März 2010 Verstoss melden
Denken Sie wirklich, ein Plakat überzeugt jemanden, Abfall nicht liegenzulassen? Um jemanden zu überzeugen, braucht es persönliche Vermittlung.
Eine gute Idee finde ich Dorf-/Quartierputztage, an denen Vereine/Schulklassen anpacken. Auch könnte man Arbeitslose anstellen, um an einigen Plätzen die Leute zu Sauberkeit anzuhalten. Und ansonsten: möglichst rasch aufräumen.
David H - Piraten 26. März 2010 Verstoss melden
Ich gebe Ihnen recht. Eine Plakatkampagne allein nützt sicher ziemlich wenig, kann aber unterstützend wirken. Es brauch klar direkten Kontakt und persönliche Vermittlung der Thematik.
Philipp Schärf - Mitglied GLP Energiegruppe Kt. Bern, GLP 29. März 2010 Verstoss melden
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Mit der Argumentationsart von Harald Jenk lässt sich meiner Meinung nach gleich jede Diskussion im Keime ersticken und das ist schade. Tatsache ist, dass es immer etwas scheinbar Schlimmeres gibt. Wichtig ist doch, welche Geisteshaltung hinter einer Handlung, hier dem Littering steht. Dabei ist Littering lediglich ein Symptom dieser besorgniserregenden Geisteshaltung der Rücksichtslosigkeit und Ichbezogenheit. Ich behaupte hier ganz provokativ, dass Leute, die Littering betreiben, tendenziell solche sind, die auch sonst rücksichtslos mit der Umwelt und ihren Mitmenschen umgehen, keine Verantwortung übernehmen, die Umwelt als Konsumgut verstehen, mit der sie achtlos umgehen können. Gerade wenn man diese Geisteshaltung ins Positive kehren könnte, würde man auch darauf hinarbeiten, dass es weniger Autos gibt, die herumstehen und weniger eintönige Asphaltflächen, aber mehr verantwortungsvolle Menschen, die sich für weniger Verkehr und mehr Grünflächen einsetzen.
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Liebe Christine, manchmal sind die grössten Litterer einfach auch nur junge pubertierende Menschen, die sich einfach "anders" aufführen wollen, damit sie eben auffallen. Grundsätzlich bin ich jedoch deiner Meinung.
Christoph Grimm - Grossrat Bern, Grüne 12. März 2010 Verstoss melden
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Die Abfälle, die zum Beispiel in der Umgebung von Fastfood-Restaurants herumliegen, ärgern mich auch. Dem Aussehen unserer Städte und Dörfer schaden die überall herumstehenden Autos und die dafür benötigten eintönigen Asfaltflächen aber wesentlich mehr.
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Mit der Argumentationsart von Harald Jenk lässt sich meiner Meinung nach gleich jede Diskussion im Keime ersticken und das ist schade. Tatsache ist, dass es immer etwas scheinbar Schlimmeres gibt. Wichtig ist doch, welche Geisteshaltung hinter einer Handlung, hier dem Littering steht. Dabei ist Littering lediglich ein Symptom dieser besorgniserregenden Geisteshaltung der Rücksichtslosigkeit und Ichbezogenheit. Ich behaupte hier ganz provokativ, dass Leute, die Littering betreiben, tendenziell solche sind, die auch sonst rücksichtslos mit der Umwelt und ihren Mitmenschen umgehen, keine Verantwortung übernehmen, die Umwelt als Konsumgut verstehen, mit der sie achtlos umgehen können. Gerade wenn man diese Geisteshaltung ins Positive kehren könnte, würde man auch darauf hinarbeiten, dass es weniger Autos gibt, die herumstehen und weniger eintönige Asphaltflächen, aber mehr verantwortungsvolle Menschen, die sich für weniger Verkehr und mehr Grünflächen einsetzen.
Christine Gross 1. März 2010 Verstoss melden
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